Levona auf einer Reise zu Weihrauchbäumen im Oman

WEIHRAUCHWISSEN · HERKUNFT

Weihrauch aus dem Oman

Warum Dhofar, die Weihrauchstraße und persönliche Partnerschaften für Levona so wichtig sind.

HERKUNFT VERSTEHEN

Der Weg des Weihrauchs

Von der besonderen Landschaft Dhofars über Ernte und Auswahl bis zur Reise nach Österreich.

Levona mit Partnern bei Weihrauchbäumen im Oman

1. Von der Weihrauchstraße zu Levona

Eine TV-Dokumentation über die berühmte Weihrauchstraße weckte 2012 die Neugier auf das besondere Harz des Oman. Zu Beginn gab es nur wenige Berührungspunkte mit Weihrauch. Je mehr Wissen dazukam, desto größer wurde die Faszination für dieses Baumharz.

Aus dieser Neugier entstanden Reisen in den Oman, viel gesammeltes Wissen und persönliche Partnerschaften vor Ort.

Illustrierte topografische Karte der Region Dhofar im Süden des Oman

2. Warum Weihrauch aus dem Oman?

Der Oman ist eines der wichtigsten Herkunftsländer für hochwertigen Weihrauch. Besonders die Region Dhofar im Südoman bietet außergewöhnliche klimatische Bedingungen für Boswellia sacra.

Direkt hinter der Küste erhebt sich ein Bergmassiv mit steil abfallenden Felswänden. Diese besondere Topografie prägt Landschaft, Klima und die Gebiete, in denen die Weihrauchbäume wachsen.

Khareef-Nebel zieht über die Felsküste von Dhofar im Oman

3. Khareef: Nebel in der Wüste

Feuchte Luft vom Meer staut sich an den hohen Felswänden. In den Sommermonaten bringt der Khareef dichten Nebel und feinen Nieselregen. Der sonst karge Boden nimmt Feuchtigkeit auf und verwandelt sich zeitweise in eine sattgrüne Landschaft.

Nur wenige Kilometer hinter den Felsklippen zeigt sich wieder trockener Wüstenboden. In diesem Übergangsraum finden Weihrauchbäume ihre besonderen Wachstumsbedingungen.

Behutsame Ernte an einem Weihrauchbaum im Oman

4. Erfahrung beginnt beim Baum

In abgelegenen, trockenen Tälern nehmen die Ernter oft beschwerliche Wege auf sich, um geeignete Weihrauchbäume zu erreichen. Es braucht viel Erfahrung, um den Zustand eines Baumes richtig einzuschätzen und zu erkennen, ob er für eine erneute Ernte bereit ist.

Die Bäume dürfen dabei nicht überbeansprucht werden. Deshalb wird darauf geachtet, wie kräftig ein Baum ist und welche Spuren frühere Ernten hinterlassen haben. Ein behutsamer Umgang ist entscheidend, damit sich der Baum erholen kann und langfristig erhalten bleibt.

Milchiger Weihrauchharzsaft tritt aus der Rinde eines Boswellia-Baums

5. Wenn aus dem Schnitt Harz wird

Ein geeigneter Boswellia-sacra-Baum wird vorsichtig angeritzt. Aus der verletzten Rinde tritt zunächst ein milchiger Harzsaft aus, der an der Luft langsam trocknet und die typischen Harztropfen bildet.

Nach einigen Wochen wird das leicht getrocknete Harz behutsam von der Rinde abgeschabt. Erntezeitpunkt, Erfahrung und die Bedingungen am Standort beeinflussen Struktur, Farbe und Qualität des Harzes. Anschließend werden die Harztropfen nach Größe, Farbe und Reinheit sortiert.

Weihrauchharz in Schalen und Säcken auf einem Markt in Salalah

6. Vom Markt nach Österreich

In Salalah, der Hauptstadt Dhofars, werden viele unterschiedliche Weihrauchsorten gehandelt. Um die passende Qualität zu einem fairen Preis auswählen zu können, braucht es Erfahrung und vertrauensvolle Ansprechpartner. Persönliche Kontakte vor Ort bilden deshalb einen wichtigen Teil der Auswahl.

Nach der Reise vom Oman nach Österreich wird der Weihrauch in handliche Mengen abgepackt. Dabei arbeitet Levona mit einer Werkstätte der Lebenshilfe Oberösterreich zusammen. Von dort findet das sorgfältig ausgewählte Harz seinen Weg zu den Kundinnen und Kunden.

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